Hafen und Stadt Kastellorizon

Die Hafenansteuerung von Kastellorizon, bzw. dem "Haupthafen" Megisti ist teilweise recht klippenreich und erfordert Aufmerksamkeit.
Aus E kommend würden wir daher nur die Tagsansteuerung empfehlen, eine Unzahl kleinerer Felsbrocken und Inselchen sind hier vorgelagert.

Besser man steuert, aus NE von der türkischen Küste kommend, einen SW Kurs. Von W kommend empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Insel N zu umrunden um dann von N die Einfahrt Megisti vorzunehmen.

Die östliche Hafeneinfahrt trägt das Feuer Blz.r.2,4sec3sm. Hat man das erst einmal querab, ist das Hafenbecken frei von Gefahren.
Man legt römisch katholisch an der Pier an und hält sich wegen des Tiefgangs hier mehr an die Liegeplätze von der Mitte der Pier nach Osten. Die Plätze nach Westen werden zur Pier hin schnell flach, weniger als 2m, und es gibt auch vereinzelt Felsbrocken.

[1] Hafenmeister
Von anderen Seglern hörten wir, dass es sich empfiehlt, dem Hafenmeister eine Crewliste zu bringen und somit das Schiff anzumelden, da hier erfahrungsgemäss niemand ordnungsgemäss einklariert. Noch wird das so toleriert, aber das kann sich von Jahr zu Jahr, ja sogar von Monat zu Monat ändern, also bitte vorher Erkundigungen einholen, was gerade en vogue ist. Keinesfalls sollten Sie aber vergessen, die Gastlandflagge zu wechseln!

[2] Pier
Gleich an der Hafeneinfahrt unterhalb des Feuers befindet sich die Custom Controll und Portpolice. Am Pier davor liegen die Patrouillenboote daneben legt die Fähre an, die aufgrund ihrer Grösse einen enormen Wendekreis hat und dementsprechend Platz benötigt.
Dies beeinträchtigt auch den Ankerplatz im Hafen, den man, wenn die Fähre kommt, zu verlassen hat.

[3] Ankerplatz
Im westlichen Teil des Hafens kann frei geankert werden, was sich nach unserer Meinung allerdings nicht empfiehlt.

Zunächst einmal wird es nur geduldet, wenn keine Fähre kommt. Da die Fähre aber einläuft, wann es ihr in den Sinn kommt (eine starre Fahrplanregelung konnten wir nicht erkennen!), kann es passieren, dass einen die Portpolice noch mitten in der Nacht verscheucht, weil früh am nächsten Morgen die Fähre kommt und das Ankerfeld als Rangierplatz benötigt.

Zum zweiten steht auch bei ruhigem Wetter Schwell in den Hafen, was das Liegen nicht sehr komfortabel aussehen lässt. Wir haben es zwar nicht selbst ausprobiert, konnten aber den Eiertanz der ankernden Yachten von der Hafenpromenade aus beobachten.

[4] Ankerplatz rechts hinten
Das wäre, allerdings nur für flachgehende Boote, die einzige Alternative im Hafen zu ankern: die westlichste Ecke mit Heckleine zur Pier oder Zweitanker. Man ist weit genug von der Fähre weg und kann sich mit dem Bug in den Schwell legen.


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